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Trenne dich nie von deinen Träumen.


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Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren, doch aufgehört haben zu leben



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Der Vogel ist ein Rabe (Benjamin Lebert)
Anna schreibt an Mister Gott. Neues von Anna über Gott und den Lauf der Welt (Fynn)
Anna, Mister Gott und der ungläubige Thomas (Fynn)
Was ich liebte (Siri Hustvedt)
...und raus bist du! (Johanna Nilsson)
Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück (Francois Lelord)
Der kleine Prinz (Antoine de Saint-Exupéry)
Zwischen Himmel und Liebe (Cecelia Ahern)
Leben auf der Grenze - Erfahrungen mit Borderline (Andreas Knuf, Hg.)
Nur wer träumt, ist frei (E.W. Heine)
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Der Vogel ist ein Rabe (Benjamin
Lebert)



"Und wie muss es im Universum aussehen, damit es eine Erlösung ist, ein Mensch zu sein?"

"Wenn ich alleine war, ging es mir damals verdammt scheiße.Und wenn ich mit den anderen beiden zusammen war, dachte ich, ich müsste jetzt glücklich sein.Aber ich fühlte es nicht.Man spürt es wohl immer erst später.Jetzt weiß ich, dass ich damals glücklich war."

"Manchmal denke ich, ich hätte vorraussehen sollen, wohin das Ganze laufen würde."

", diese merkwürdige Abwesenheit, die sie immer umgab, so, als würde sie alles ständig wie durch einen Schleier wahrnehmen."

"Und wie bei allem, das sich einem entzieht, ist es die große Herausforderung, es doch anzurühren."

"Sie sagte:'Man könnte doch meinen, dass die Zeit keine Rücksicht auf einen nimmt.Dass sie sich keinesfalls für persönliche Schicksale interessiert und alles gleichermaßen verschlingt.Aber das ist nicht ganz richtig.Die Zeit denkt nämlich an dich, sehr sehr lange, bevor du in der Lage bist, über sie nachzudenken.Und sie bereitet Dinge für dich vor.Überleg mal, wie wahnsinnig viel sie vorbereiten musste, dafür, dass es dich überhaupt gibt, dass du existierst.Und gleichzeitig bereitete sie Orte vor, an die du dich Zeit deines Lebens begibst."

"Der Unterschied zwischen der Dienerin und der Zeit ist nur, dass die Dienerin stetig und ausschließlich ihrem Herrn dient, während die Zeit nur sich selbst zu dienen scheint und auf keinerlei Befehle horcht"

"Schau mich an!Ich will in dein Blut!Ich will deine Zellen verändern!Sie beherrschen!Sei so wie ich!Suche mich in der Wirklichkeit!"

"Aber wenn ich mich selbst im Spiegelbild ansehe, schaue ich in eine viel tiefere Dunkelheit als in die, die draußen vor den Fenstern ist."

"Diese Sehnsucht ist kaum zu ertragen.Sie frisst einem die Tage und Nächte."

"Ich glaube, man tut sich verdammt schwer, der Anforderung zu genügen, überirdisch zu sein, wenn man auf der Erde geboren ist."

" 'Ich glaube', sagte er, 'wir bräuchten alle Schutz vor den geflügelten Schweinen, die an unserem Fenster vorüberschweben.'
'Was denn für Schweine?'
'Schweine, die einem Angst machen, wie sie so vorbeifliegen.Die riesig sind.Schwarz.Als wäre ihre Haut komplett verbrannt.Und ihre Flügel sind aus weißen federn.Und sie sehen einen mit ganz bösen, leuchtenden roten Augen an.'
'Was machen die Schweine denn?'
'Ich weiß es nicht.Vielleicht kündigen sie etwas an.Vielleicht sind sie irgendwelche Boten, die einem mitteilen, dass die Seele verletzt ist.Oder, dass man droht, verrückt zu werden.Auf jeden Fall sollte man zwei große Vorhänge über das Fenster gleiten lassen, sodass man sie nicht mehr sieht.Und dass sie uns auch nicht mehr sehen können.Dass wir geschützt sind.'
'Aber vielleicht hat es einen Sinn, dass man sie sieht.Weil man vor irgendetwas gewarnt wird.Vielleicht wollen sie einem gar nichts Böses tun.Sie sehen einen einfach böse an.Weil man sich selbst so wenig beisteht.Es kann sein, dass die Schweine aus einem selbst kommen.Und dass man auch deshalb so große Angst vor ihnen hat.Aber es gibt nicht nur ein Fenster, durch das wir schauen, sondern es gibt unzählig viele.Und möglicherweise gibt es ein Fenster, hinter dem die Schweine ihren Platz haben.Und wo zum Beispiel auch die ganzen andern schrecklichen Viecher sind, die in einem wohnen.Und von wo sie nicht ausreißen können, um auf sich aufmerksam zu machen und einen zu Tode zu erschrecken.Aber sie müssen sichtbar sein.Du sollst wissen, dass sie da sind, dass sie zu dir gehören.'
'Nein', sagt Henry mit fester Stimme.'Ich will nicht, dass sie da sind.Und sie gehören auch nicht zu mir.Und ich will sie auch nicht sehen.Vielleicht kannst du die nicht vorstellen, wie furchtbar ihr Anblick ist.Ich möchte mich vor ihnen schützen'."

"Ich glaube, er hat seinen Körper gehasst."

" 'Wir sind ganz allein' , sagte er.In seiner Stimme liegt Trauer."

"Warum müssen die Seelen in verschiedenen Körpern gefangen sein?Warum sind die nicht beisammen?Fließen zu einem gemeinsamen Fluss zusammen?Alles fließt ineinander.Und es gibt keine Einsamkeit mehr."

"Da war ein Schrei in mir, der aber nicht rauskam.Das Aufheulen irgendeines widerlichen Geschöpfes, das in meinem Körper kauerte:ich selbst.Und ich hatte Angst.Verfluchte Angst.Vor allen Dingen, die es auf der Welt gibt.Vor dem Leben.Auf einmal spürte ich diese Angst ganz deutlich.Die Königin der Gefühle:Angst."

"Daran, dass alle sagen, man müsse gut sein.Immer.Überall.In allen Dingen.Dass es so schwer ist, sich am Tag nicht in der Tiefe des blauen Himmels zu verlieren.Und in der Nacht nicht in seiner Schwärze.Und ich war nicht gut.Ich war einfach nicht gut."

"Weil sie einfach dalag und wunderbar war.Und ich war ihr scheißegal."

"Alles mündete in Traurigkeit."

" 'Paul, was bedeutet Liebe?', fragte er.
'Schmerz', antwortete ich.'Ungeheuer qualvollen Schmerz.'
'Und sonst nichts?'
'Sonst nichts.'
'Das finde ich nicht', sagte er.'Ich finde, Liebe ist das Größte, das Leuchtendste, das Wunderbarste.Ein magisches Lebenselexier.Die Sache, die sämtliche Sehnsucht der Menschen ausmacht.Man sehnst sich letztendlich immer nur nach Liebe.Und alles, was man macht , macht man nur dafür, um sie zu bekommen.Und Liebe bedeutet auch, keine Angst mehr zu haben.Nicht vor einem selbst.Und auch nicht vor anderen.' "

"Es muss immer das Gegenteil, die andere Seite von etwas geben, damit man überhaupt merkt, dass es existiert.Ohne Dunkelheit wüsstest du nicht, was Licht bedeutet."

"Sie denken sie sind es nicht wert, etwas zu bekommen, ohne es irgendwie auszugleichen.Und ich glaube, dass es mit dem Leben an sich das Gleiche ist.Das Leben ist etwas, das dir einfach so gegeben ist.Und genauso wie die anderen, kleineren Geschenke können diese Menschen das Leben nicht einfach so annehmen.Sie denken, die verdienen es nicht, am Leben zu sein.Sie sind wahnsinnig verzweifelt.Sie quälen sich selbst.Manche bringen sich sogar um.Denn es ist eine ganz schreckliche, unerfüllbare Aufgabe."

"Aber warum fühlt man sich nie wertvoll?"

" 'Weißt du', sagt er plötzlich freudig, 'es ist doch eine Tatsache, dass die meisten Menschen auf der Welt unglücklich sind.Ich will aber nicht unglücklich sein.Nicht mehr.Ich habe es satt.In dieser einen Sache würde es mir einmal nichts ausmachen zur Minderheit zu gehören.' "

"Es waren nicht mehr seine Augen, die mich ansahen.Sie waren nach innen gerichtet.Sein Blick war so, dass er mir Angst machte.Irgendetwas Entsetzliches ruhte hinter seinen Augenlidern."

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Anna schreibt an Mister Gott. Neues von Anna über Gott und den Lauf der Welt (Fynn)


Ich habe mir das Zudeck übern Kopf gezogen, und plötzlich hab ich was gehört. Weil man besser hört, wenn man weniger sieht. Tropf, tropf, tropf hab ich gehört, und ich bin ganz traurig geworfen; weil, es hörte sich an, wie wenn alle Engel auf einmal weinen.

Wie ich aus dem Fenster geguckt hab, da war der Himmel wie Grießbrei, aber nicht heißter, sondern ganz kalter.

Die Stimme war aber nicht von Fynn, die war von einem alten Mann, wie ein Riese, nur viel kleiner. Der stand auf dem Sonnenstrahl und hielt sich an einer Wolke fest.

Und das hat ihm plötzlich so leid getan, dass er angefangen hat zu weinen. Die Tränen sind ihm runtergelaufen und haben an seinen Füßen eine kleine Pfütze gemacht.

Und da bin ich ganz traurig geworden, weil ich nicht mitlachen konnte und weil sie über mich gelacht haben. Da hab ich erst mal ein bisschen leis geheult und dann ganz laut, damit Mister Gott mich bei all denen ihr Lachen auch hören konnte.
Und das hat geklappt. Plötzlich war ein ganzer Haufen Engel da.

Und es war kein Sonnenstrahl am Himmel zu sehen, aber ich hab trotzdem einen gesehen. Der kam von innen, nicht von außen.

Weil doch das Wetter, das man in sich seber macht, viel, viel wichtiger is wie das von draußen. Und Fynn sein Herz hat an dem Morgen kein Regenschirm gebraucht...

"Ein guter Mensch werden ...", sagte sie leise und nachdenklich, "...ob ich das schaffe? Meinst du nicht, dass Engel vielleicht doch leichter wär?"

"Auch der einfachste Mensch ist ein sehr kompliziertes Wesen, und der liebste Mensch erscheint einem manchmal als der allerkomplizierteste. Auch wenn man den anderen sehr liebt, kann man ihn nicht immer erkennen."

Wenn du etwas ganz winziges Kleines sehen willst, dann musst du ganz nah rangehen. Aber wenn du einen großen Berg hast, dann kannst du ihn nicht sehen, wenn du so nah rangehst wie an einen Marienkäfer. So war es auch mit dem papa und der Mama von Mister Gott. Die waren viel zu groß für unseren Grips. Das fanden sie schade. Drum haben sie ein Baby gemacht. Das war ein bisschen kleiner, grad so viel, dass man es auch von nah sehen konnte. Aber nicht im Finstern. Drum haben sie sich Licht gemacht. Und zum Spielen machten sie ihm die Engel. Die haben ihm zur Geburtstagsparty Sterne angezündet. Immer noch einen und noch einen, jedes Jahr. Bis der Himmel ganz voll war mit Sternkerzen. Und der kleine Babygott, den haben seine Eltern richtig erzogen. Er musste 'bitte sehr' und 'danke schön' sagen, wenn er etwas haben wollte.
Dafür haben sie ihm dann die Welt gemacht. Aber nicht aus Gold oder Zucker, sondern aus Dreck von der Straße, damit er nich so verwöhnt wird. Seine mama hat die Dreckpantsche wie Teig in den Händen zu einem Kloß gerollt und draufgespuckt, damit er schön hielt, und der Papa hat ihn dann in die Luft geworfen, und das war dann die Welt, und der kleine Mister Gott hat sich über den Ball zum Spielen gefreut.

Warum kann ich denn nicht Sachen zum Spielen haben, Leute und Tiere und Blumen und so, dann könnten wir doch alles zusammen machen, und niemand wäre mehr allein.
Und Mister Gott seine Mama hat gesagt: Hör auf zu heulen und mach dir dein Spielzeug selber.
Andere Kinder machen das auch. Und da hat der kleine Mister Gott ganz tief Luft geholt, damit er genug Puste hatte, besonders im Herz drin. Und dann sind sie alle ausseinem Innern rausgekommen,[...].

Macht doch nicht solchen Lärm! Wenn ihr mich nicht hört, dann kann ich euch nichts beibringen, und dann lernt ihr nie, wie man Fußball spielt und wie Musik klingt und wie man Bonbons macht. Und dann wisst ihr auch nicht, wie schön die Welt sein kann.

Inzwischen ist der Mister Gott aber groß geworden und älter, und er ist gewachsen und gewachsen. Größer noch wie Fynn und ich auf seinen Schultern drauf. Und er war dann so riesig, dass die Menschen ihn gar nicht mehr gesehen haben, weil er doch alles ausgefüllt hat und überall war mit sein Großsein. So wie man auch die Luft nicht mehr sieht, die man atmen muss, um nicht tot zu sein. Weil sie überall ist und trotzdem keinen Platz wegnimmt.
Viele Leute haben dann einfach gedacht, den Mister Gott gibt's gar nicht mehr, weil sie ihn nicht mehr gesehen haben.

Mister Gott ist ja in der Seele srin, und der Körper, den man hat, der interessiert ihn gar nicht so sehr. Der ist nämlich gar nicht das Wichtigste am Mensch, auch wenn er manchmal groß und schön ist. Der is nur der Klotz am Bein der Seele, sagt Fynn.

Ich würd meine Seele ja gern mal sehen, aber das geht nicht, sagt Fynn. So tief kann keiner in sich reingucken, außer Mister Gott.

Und was man sehen kann, das kann man viel leichter kapieren...

Fynn sagt, wenn man in ein Haus wohnt, wo die Scheiben ganz schmutzig sind, und guckt raus, dann meint man, die Welt draußen ist so schmutzig, dabei ist sie es gar nicht. Und wenn man von draußen reinguckt ins Haus, dann denkste, es ist innen ganz schmutzig, aber das stimmt auch nicht.
[...]
Und Fynn sagt deshalb, nämlich, dass alle Menschen zwei verschiedene Arten von Fenstern haben: Die Augenfenster, davon haben sie zwei, und das Herzfenster, davon hat jeder nur eins. Die Augenfenster sind da, um rauszugucken, und das Herzfenster ist da, um nach innen reinzugucken.
Wenn man weint, sagt Fynn, dann ist das nicht nur wegen was Traurigem. Es ist auch dafür, dass man mal die Augenfenster putzen muss. Wenn sie dann sauber geworden sind von den Tränen, kann man besser durchgucken, und dann ist die Welt wieder viel heller als vorher.

Nach draußen, durch die Augenfenster, siehste meistens klarer, findet Fynn. Aber ich glaub, ich seh mit dem Herz besser.

Auch weinen geht zusammen besser.

Kann man denn vergessen und nicht wissen, wer man ist? hab ich ihn gefragt. Und er hat gesagt: ich glaub manchmal, die meisten Leute wissen es nicht.

Was Fynn neulich gesagt hat, ist das Einfachste von der Welt. Wenn was gut ist, dann tu's, wenn nicht, tu's nicht.

Liebhaben ist eine komische Sache, weil man es nicht sehen kann und nicht hören und auch nicht anfassen. Woher weiß man dann, ob es so was überhaupt gibt? Ich mein, wie soll man wissen, ob einen der andre liebhat? Schön wär, wenn man nur für die zum Sehen wär, die man liebhat.
Dann wüsste der andre gleich Bescheid.

Drum bet ich was ganz Einfaches: Daß du Sally und Cory und Millie glücklich machen sollst, irgendwie, Hauptsache glücklich.

Weil Glück so was ist wie eine Schneeflocke fangen. Wenn man sie hat, dann hält sie nicht lange. Und wums, ist das Glück weg wie der Schnee in der warmen Hand. Das Glück ist dann weg, und die Hand ist ganz kalt. Kennst Du das auch, Mister Gott, oder bist Du einfach immer glücklich?

Aber irgendwann muß ich doch zu denken aufhören, sonst kann ich nicht einschlafen, und am Morgen krieg ich die Augen nicht auf[...].

Das Blöde an der Uhr ist die Zeit. Weil, sie ist noch viel unordentlicher als ich. Wenn ich auf Fynn warte, ist sie ganz langsam. Und wenn er da ist, dann läuft sie ganz schnell. Wenn ich schlaf, ist sie gar nicht da, erst wieder, wenn ich aufwach. Und dann ist sie schon so spät, dass Fynn schimpft.

Wie sie ja selbst schon berichtet hat, musste ich Anna immer die Grabsprüche vorlesen, wenn wir über den Gemeindefriedhof spazierten. Einmal, nachdem sie einen besonders schönen, zu Herzen gehenden Spruch gehört hatte, sagte sie: "So einen musst du mir auch schreiben - vielleicht sogar einen noch schöneren, damit alle heulen, die ihn lesen, wenn ich da drunter liege. Versprichst du mir das?"
[...]
Nach ein paar Tagen wollte sie wissen, wie weit ich sei.
"Womit?"
"Na, mit mein Grabspruch."
"Muss denn das sein?" brummte ich nur.
"Wenn du's nicht machst, muss ich's am Ende noch selber machen.", seufzte sie.
Als es dann zu spät war, viel zu spät, um Anna damit noch bei Lebzeiten zu erfreuen, schrieb ich endlich das lang versprochene Grabgedicht für sie.
Aber nicht für den Friedhof draußen, sondern nur für das Grab in meinem Herzen. Von dorther, wo sie jetzt ist, kann Anna es bestimmt ohne Mühe ablesen.

In mir wohnt Anna, sie ist nicht tot.
Genausowenig wie Mister Gott.

Ich bin noch in der Welt gefangen,
Sie ist schon mal vorausgegangen.


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Anna, Mister Gott und der ungläubige Thomas (Fynn)


'Und du schickst mich nicht wieder weg, wenn der Bahndamm zu Ende ist?'
'Der Bahndamm ist nie zu Ende', sagte ich.
'Dann ist ja auch unser Weg nie zu Ende', konstatierte Anna frohgemut.


Mir war auch aufgefallen, dass er sich über alles lustig machte, aber auch über alles traurig zu sein schien.


Ich war drauf und dran, dem alten Lästerer vorzuhalten, dass ich es allmählich datt hätte mit anzuhören, wie er alles Schöne am Menschen in Zweifel zieht, aber es gab im Moment Wichtigeres zu besprechen.


'Jetzt hast du genau das Problem angesprochen, das ich mit dem, den man den Allmächtigen nennt, habe. Er scheint mir kurzsichtig zu sein und zu eitel, eine Brille zu tragen. Ich meine, dass er vieles, was auf der Erde vorgeht, im großen und im kleinen, einfach nicht sieht. Er ist alt geworden oder müde oder gar nicht mehr am Leben.'


'Für mich ist das Bad am Samstagabend das Schönste von der ganzen Woche', sagte ich. 'Ich verstehe nicht, warum du es nicht magst.'
'Beim Waschen geht so viel ab', erklärte der Fratz.
'Doch nur Dreck.'
'Nee, auch das dicke Fell.'
'Das hör ich heut zum ersten Mal.'
'Du glaubst, das dicke Fell bleibt dran?'
'Ich glaub vor allem, dass du da auf irgendeinen Blödsinn reingefallen bist. Wer hat dir denn diesen Bären mit dem dicken Fell aufgebunden?'
'Meine Mutter', bekannte Anna. 'Die hat immer gesagt:'Viel waschen ist nicht gut. Fürs Leben braucht man ein dickes Fell. Wenn man sich das abrubbelt, kommt man nicht weit.' '
Einen Sauberkeitsfimmel schien ihre Mutter wirklich nicht zu haben, aber ganz unrecht auch nicht. 'So'n dickes Fell kann man gut gebrauchen, es ist aber auch nicht so schnell im Eimer, wie du denkst', beruhigte ich den Fratz. 'Wenn es nicht ziemlich wiederstandsfähig wäre, dann wär's ja kein dickes Fell, stimmt's? Und im übrigen wächst es nicht nach außen, sonst würde man es sehen. Das dicke Fell ist sozusagen ein Innenpelz.'


'Gerade deswegen geht man doch in die Schule, um zu lernen', sagte ich.
'Denkste!' korrigierte mich Anna. 'Mrs. Cook will immer nur hören, was ich schon kann. Ich soll alles auswendig wissen, dabei will ich lieber alles inwendig wissen.'


Wie konnte ich nur so hirnverbrannt sein und den Grips, der einem in der Schule eingebleut wird, so fürchterlich hoch einschätzen. Die sogenannte Herzensbildung war zweifellos viel wichtiger.


Das altmodische Wort 'Herzensbildung' kannte sie sicher nicht, aber das Herz, das war für die 'das meiste vom Körper'. Und sie hatte auch gesagt, dass sie viel lieber alles verstehen wolle als alles wissen, und das ginge 'nur mit'm Herz, nicht an der Wandtafel.'

Habe heute Anna, Mr. Gott und der ungläubige Thomas fertig gelesen.
Hier weitere Zitate:
"Es war so unheimlich still, als ginge ein Engel durch die Küche."

" 'Was suchst du denn?', fragte ich sie.
'Irgend'n Engel.' "

" 'Hallo, du Engel! Wieviele von euch gibt es eigentlich?'
Ich wartete erst mal ab, ob der Engel nicht vielleicht doch sprechen konnte, dann antwortete ich an seiner Stelle mit einer Gegenfrage.
'Wozu willst du das denn wissen?'
'Weil ich ausrechnen möchte, auf wieviele Menschen ein Engel aufpassen muss.'
'Und dann?'
'Dann weiß ich, ob jeder ein Engel für sich hat, oder ob ich mit einen teilen muss mit ein andern Mensch.'
'Wir Engel müssen uns um so viele Menschen kümmern, wie wir Federn haben. Anders geht die Rechnung nicht auf.'
'Und wenn ihr eine Feder verliert?'
Ich merkte, worauf Anna hinauswollte. Sie wollte herausfinden, ob eine verlorene Feder einen von den Engeln und Mister Gott verlassenen Mensch bedeutete.
'Wir verlieren keine Federn, Anna. Schließlich sind wir keine Hühner.'
'Also bleibt mein Engel immer bei mir?'
'Na, klar doch.' "

"Aber ein bisschen beunruhigte es mich auch, weil Anna alle, die sie mochte, am liebsten allein für sich haben wollte."

"Vielleicht ist es sogar der Größte Gewinn, der bei der ganuen Gottsuche herauskommen kann: den lieben Gott zu suchen und einen lieben Menschen zu finden. Mir ist beides letzten Endes nicht gelungen."

"Doch ich sagte mir: Nein, ich mach mich nicht davon, ohne mich von meinem Engel verabschiedet zu haben. Er ist der erste Engel, dem ich je begegnet bin, und wenn ich Pech habe, ist es auch der letzte."

"In der Mathematik kommt man mit einiger Übung ziemlich schnell zu richtigen Ergebnissen. In der Philosophie oder gar im Glauben kann man dagegen nie absolut sicher sein, dass das Resultat richtig ist."

"Er hatte es schwer, sich selbst zu akzeptieren, deshalb machte er es auch anderen schwer."

"[..]und zog dadurch die Aufmerksamkeit der Passanten auf mich, statt die von Anna auf irgendeinem der Squillionen Sterne über mir. Ich sehnte mich danach, bei ihr zu sein und, wenn es unbedingt sein musste, auch bei Old Tom. Nur leben - das mochte ich nicht mehr...


Fertig. Ich hab wie immer geflennt, am Ende.
Old Tom ist natürlich auch gestorben. Hm. Naja. Genau genommen, wenn man die Bücher in eine Zeitspanne setzen will, müsste dieses Buch das Zweite sein. Old Tom ist vor Anna gestorben.
Aber ist ja auch egal. Ich bin enttäuscht von diesem Buch. Vielleicht nur, weil Old Tom ein Mathematik-Professor ist. Und...naja. Mit der Mathematik hab ichs ja nicht so.
Ich kanns nicht sagen. Nur, dass ich enttäuscht bin.

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Was ich liebte (Siri Hustvedt)


"Als ich die Briefe in der Hand hielt, spürte ich das nachhaltige Gewicht jener Dinge, die verzaubert sind, weil man immer wieder Geschichten darüber gehört hat."

"..und ich dachte, ich würde verrückt, wenn du es nicht tätest, aber ich wurde nicht verrückt, und du hast mich nicht berührt, kein einziges Mal. Du hast mir nicht einmal die Hand gegeben."

"Sie studierte es in aller Ruhe und sagte:'Es ist, als betrachtete man den Traum eines anderen, findest du nicht?' "

"Ich kämpfte um Raum."

"Er nickte. 'Das ist das Problem mit dem Sehen von Dingen. Nichts ist klar. Gefühle, Ideen formen das, was man vor sich hat.' "

" 'Vergessen ist wahrscheinlich ebenso ein Teil des Lebens wie Erinnern', sagte ich."

"Eine Frau sitzt am Fenster. Sie denkt / Und während sie denkt, verzweifelt sie / Sie verzweifelt, weil sie ist, wer sie ist / Und niemand anders."

"..und ich habe angefangen, mich zu fragen, was in unserem Gehirn eigentlich vorgeht, wenn wir an halb vergessene Orte zurückkehren. Wie sieht die Perspektive der Erinnerung aus?"

"Einmal fand ich sie nachmittags tränenüberströmt auf dem Sofa sitzen. Als ich die fragte, was los sei, schniefte sie und sagte:'Das Leben ist so traurig, Leo. Ich habe hier gesessen und darüber nachgedacht, wie traurig alles ist.' "

"Er klagte über eine Wolke in seinem Gehirn, die ihm die Worte aus dem Bewusstsein stahl"

"In den Bildern von seinem Vater nahm sein Schmerz eine greifbare, mit kraftvoller, unerschütterlicher Hand erzeugte Schönheit an, aber im wahren Leben war sein Kummer einfach nur deprimierend."

"Wenn sie müde wurde, war ihre Stimme wunderschön."

"Lucille hatte Bill gebeten zurückzukommen. Das hat er mir ganz offen gesagt, doch ich glaube, ihre Sehnsucht nach ihm ließ nach, kaum dass er wieder da war. Er erzählte mir, sie habe schon nach wenigen Stunden erst seine Art abzuspülen kritisiert und dann die Geschichte, die er Mark vorlas - Busy Day, Busy People. Lucilles Kühle und Unnahbarkeit waren für Bill das Anziehendste an ihr gewesen, zumal sie sich ihrer Macht über ihn gar nicht bewusst schien. Doch das Nörgeln ist eine Strategie der Machtlosen, es hat nichts Geheimnisvolles."

"Das Gefühl hinterließ einen schalen Geschmack in meinem Mund, und ich litt an einer durch nichts zu befriedigenden Sehnsucht."

".., aber Tatsache ist, dass die Welt nicht mehr die Welt zu sein schien. Wenn ich an diese Woche zurückdenke, an die Beerdigung und den Friedhof und die Menschen, die kamen, dann erscheint mir das alles so flach, als hätte sich meine Perspektive verändert und alles, was ich sah, wäre zweidimensional geworden."

"Nur allmählich sollte ich mir die Wahrheit eingestehen, und auch dann nur sporadisch, in Augenblicken, die Löcher in das seltsame Bühnenbild bohrten, das an die Stelle der Welt um mich getreten war."
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...und raus bist du! (Johanna Nilsson)


Seite 8: "Mama flüstert: Die Zeit heilt alle Wunden und der Wundschorf löst sich schon"

Seite 43: "Karin hatte einen Vetter, der übergeshcnappt war und sich dreimal ins Handgelenk geschnitten hatte.Jetzt saß er im Irrenhaus und musste lernene, wieder normal zu werden.

Seite 49:"Vorsichtig berührte sie die Frau auf dem Bild, berührt den Mund, den sie mit ihrem Blut gemalt hat."

Seite 52: "Dann, eines Tages, fand sie den Troststein, einen länglichen, hell graubraunen Stein mit weißen Zebrastreifen."

Seite 52/53: "Hanna träumte und erschauerte vor Glück und Ekel.Sofia würde platzen und zu einem kleinen Klumepn aus Angst werden."

Seite 58: "Aber sie täuscht ihre Umgebung, malt das Helle und lässt sie glauben, es bedeute Freude, Hoffnung.In Wirklichkeit braucht sie die Helligkeit nur, um die Dunkelheit zu verjagen und sich selbst am leben zu erhalten."

Seite 58: "Sie staunt darüber, wie blind Menschen sein können, selbst wenn sie die Augen aufsperren."

Seite 58/59: "Das Schweigen ist die einzige Sprache, die deuten und erklären kann."

Seitze 59: "Es wäre so einfach, so wohltuend, nicht mehr denken zu müssen."

Seite 59: "In ihren Unterarmen, wo die Narben quer über die Haut laufen, spürt sie ihren Puls klopfen.Bestimmt fragt er sich, warum es ihr nie gelungen ist, ob die sich nicht getraut hat.Das weiß sie selbst nicht so recht, vielleicht war es Großvater, der sich wie eine Extraschichst Haut dazwischen gelegt hat."

Seite 70: "Wer nicht zu leben wagt, ist schwach."

Seite 70: "Und dann geht ihre Tochter her und schneidet sich ins Handgelenk, undankbar und schwach.Sie haben ihr so viel geschenkt, und sie gibt ihnen nur Dunkelheit, Kopfschmerzen und lange schweigsame Autofahrten von der richtigen Welt zum Irrenhaus."

Seite 71: "Großvater wischt den dünnen Film aus Hässlichkeit weg, der sie umgibt.In seinen Adleraugen ist sie schön, ein normaler Mensch unter Menschen."

Seite 72: "Sie würde die leeren Worte aufsaugen, .."

Seite 80: ".., dass jede die Leere füllte, die die andere umgab."

Seite 81: "Sie könnte vorstürzen und sich vor die Autoreifen fallen lassen. ... Hanna wollte kein Morgen."

Seite 83: "Sie hat versucht, sich selbst aus dem Leben wegzuschneiden, doch ihr Körper, dieser Fleischklumpen, beharrt darauf weiterzuleben.Die Haut weigert sich zu platzen und das Herz herauszulassen.Sie hat nie gewagt, tief genug zu schneiden.BIsweilen träumt sie vom letzen Schnitt, davon, dass das Leben wirklich verschwindet.Beim Aufwachen badet sie dann in Schweiß, badet im Blut des Traums.Weiß nicht, ob es ein Alptraum war."

Seite 83: "Sie lacht über ihre Träume, weiß, dass es keinen Zauberspruch gibt, nichts, das über Nacht Heilung bringen kann."

Seite 84: " - dass sie am liebsten töten würde, sich selbst und andere.Dass sie einen Schrei mit sich herumträgt, der von innen gegen die Haut drückt und wie tausend Herzen klopft - zum Zerspringen."

Seite 84: "..von dem Leben da draußen ertränkt zu werden."

Seite 84: " Er ist ein normaler Mensch.Er besitzt die ganze Welt."

Seite 85: "Je mehr sie sich der Musik und dem Gelächter näherte, desto stärker wurde sie von einer Stille umschlossen.".

Seite 90:"Katarina hielt die Augen geschlossen und bewegte sich weiter und weiter weg, in den Schutzraum ihrer Gedanken."

Seite 96:"..fast 10 Jahre lang hate sie allein versucht, all das Schwarze mit Licht zu übermalen.Niemand durfte das Allerdunkelste sehen, das schneidet und schreit, das den Kopf an die Wand schlägt, das sterben will.[..]Er hat ihren Zorn nie ernst genommen, ihre Trauer auch nicht."

Seite 96:"Sie sind so froh, dass es ihr besser geht, dass sie ihre Haut nicht mehr zerschneidet."

Seite 97:"Wenn sie nur verspricht weiterzuleben."

Seite 99:"Schmerzhaft blitzten Erinnerungen auf.

Seite 99:"..sie ging höchstens mal in den Wald zu den Grubenschächten, sah in das unheimliche Dunhel hinunter und wünschte, dass sie den Mut hätte, zu springen."

Seite 102:"Emma lief zu Papa und umarmte seine langen Beine, hing dort wie ein Klumpen Trost."

Seite 111:"Sie konnte aus der Stadt fortradeln, konnte auf der großen landstraße nach Falun fahren und plöötzlich unter einem Auto landen.Aus versehen.In der Schule würde auf halbmast geflaggt werden und alle würden über sie reden."

Seite 114:"Warum hat sie keine Flügel, warum lässt sich das Fenster nicht öffnen, damit sie rausspringen kann, warum hat sie nicht mehr die Kraft, die verborgene Rasierklinge hervorzuholen?[...]Lieber noch eine tiefere Narbe am Unterarm, so tief, dass nicht mal Großvater sich wie eine Extrahautschicht dazwischen legen kann."

Seite 114:"Sehnsucht nach [..], der Stimme eines Menschen, nach Nähe.Hauptsache, jemand ist ihr nah, egal wer."

Seite 115:"..und ließ sich dann auf den Boden fallen.Vor ihren Füßen entstand ein kleiner Trauerhaufen."

Seite 120:"Wenn sie nur ncht hier sein müsste, wo die Stille so groß war."

Seite 121:"Wollte eisige Winterluft in die Lungen einziehen, bis es schmerzte.Vielleicht würde ihr Herz zerspringen."

Seite 121:"..aber inzwischen bedeutete die Erinnerung nichts mehr"

Seite 129:"Drei jahre in der Oberstufe, jedes Jahr eine neue Kerbe im Handgelenk, ein neuer Verband, neue Lügen."

Seite 130:"An allem ist die selbst schuld."

Seite 140:"Wer groß war, musste stark sein.Da durfte man nicht einfach weinen, da musste man sich beherrschen."

Seite 146:"Ein kurzer Schmerz, danach breitete sich im ganzen Körper Wärme aus."

Seite 146:"Einfach hinabfallen - das wäre schön."

Seite 147:"Am liebsten hätte die ihm erzählt, wie leicht es sei, einfach zu verschwinden und alles hinter sich zu lassen.Wie gern hätte sie ihm gesagt, dass sie immerzu daran dachte."

Seite 152:"Tief unter der Matratze verborgen wartet die Rasierklinge auf Haut und Fleisch"

Seite 153:"Bald muss sie sich wieder mit den Hornochen hinterm Schreibtisch unterhalten, der sich einbildet, alles über sie zu wissen.[..]Sie lässt die Rasierklinge fallen, hört das Klirren, will sich nie mehr danach bücken."

Seite 162:"..möchte wissen, wie Küsse schmecken.Vielleicht süß und warm wie Blut.Ihr eigenes Handgelenk hat sie schon oft geküsst."

Seite 163:"..fährt sich mit dem Fingernagel übers Gesicht[...] Sie darf sich nicht selbst hassen."

Seite 167:"Nie mehr würde sie irgendjemandem irgendwas verraten."

Seite 174:"Die Einsamkeit blieb unsichtbar wie eine Krankheit ohne äußere Anzeichen, bestand nur aus Schmerz und Juckreiz."

Seite 175:"Sie bewegte sich auf den Wahnsinn zu.Sie bereitete ihrem Körper Schmerzen, strafte ihn."

Seite 175:"..., äwhrend es auf das tüchtige Mädchen Auszeichnungen regnete, hatte sie stets die Rasierklinge im Bewusstsein."

Seite 175:"Wie ein eiskalter Strahl durchzieht die Sehnsucht ihren Körper"

Seite 176:" Weinen half nichts, aber jetzt weinte sie trotzdem."

Seite 177:"Die kapierten alle nichts."

Seite 178:"Irgendwo hatte er eine Rasierklinge, das wusste sie.Sie sah ihr Handgelenk an.Ob es wohl sehr wehtat?"

Seite 179:"Wer nicht genügend schlief, wurde krank, das hatte der Schularzt in einem Vortrag gesagt."

Seite 179:"Als Mama ihre Schultern berührte, begann der Tisch sich zu drehn, die Lautsprecherstimme dröhnte ihr durch den Kopf, die Rasierklinge schnitt und schnitt."

Seite 179:"...Langsam deckten die Träume Hanna zu."

Seite 180:"Sie schlief wieder ein, stand dann auf und suchte nach der Raiserklinge.Irgendwo in Papas Schreibtischschublade musste sie liegen.Ja, da war sie!Hanna wog sie in der Hand und drückte die Spitze dann vorsichtig in die Haut.Die Klinge war so scharf wie die langen Grashalme des Sommers, wahrscheinlich war sie noch schärfer.Hanna legte die Rasierklinge wieder in die Schublade, holte sich ein Buch über Sherlock Holmes und vergaß sich und die Welt."

Seite 191:"Vorsichtig schob sie ihre Hand in die Tasche, um den Troststein zu berühren, ihr Verbindungsglied zur Einsamkeit.

Seite 192:"Die Erinnerungen blieben wie unsichtbare Kratzspuren für immer zurück."

Seite 197:"in der Dunkelheit sah Hanna Papas Werkzeug schimmern, eine Säge, einen Hammer, ein Messer.Auf der abgewetzten Holzbank lag das rostige Fahrtenmesser.Wie fühlte sich das an, wenn man die rostige Klinge übers Handgelenk zog?"

Seite 197:"Hanna verkroch sich noch tiefer in die Dunkelheit und blieb dort hocken, ein graues fröstelndes Knäuel.

Seite 197/198:"Bevor sie zu den Eltern hinausging, sorgte sie dafür, dass ihrem Gesicht nichts anzusehn war.Keine Anzeichen von Trauer oder Müdigkeit."

Seite 205:"Weinend schlug sie sich selbst ins Gesicht, schlug und weinte und wusste nicht, warum sie immerzu fliehen musste, nur, dass sie fortwollte, fort von allen."

Seite 205:"Die Straßen lagen schwarz und still unter dem Mond, der wie eine Rasierklinge den Himmel durchschnitt.[...]Sie berührte ihr Handgelenk und ahnte das Ticken unter der Haut.Wenn sie doch nur die ganze Welt zerschneiden könnte!"

Seite 207:" 'Ich fürchte mich nur vor Menschen, aber nicht vor Engeln', flüsterte sie den Wänden zu. 'Habe bloß vor den Lebenden Angst, vor den Toten nicht'. "

Seite 210:"Kniff die Augen fest zu.Ihr Kopf wollte zerspringen.Sie saß in Papas Zimmer.Plötzlich schienen sich die Wände mit den kleinen braunen Tulpen auf sie zuzubewegen, sich gegen ihren Kopf, ihre Schläfen zu pressen.Sie riss die oberste Schublade auf und wühlte kurz zwischen den Stiften, bis sie die Rasierklinge fand.Wie scharf und schön sie war!Versuchsweise zog sie die Klinge vorsichtig über die Haut.Als das Blut hervorquoll, erschrak sie, rannte ins Bad und wusch sowohl die Rasierklinge als auch das Handgelenk sauber."

Seite 211:"Einerseits suchte sie Nähe, andererseits doch wieder nicht."

Seite 211:"Manchmal träumt sie von berührung, erwacht voller Wärme, bedeckt von Licht.Wenn der Traum dann entgleitet, wird ihr kalt."

Seite 211/212:"Immerhin hat er die Narben an ihren Handgelenken gesehen und weiß, dass sie im Kopf einen Orkan mit sich herumträgt."

Seite 212:"Anstatt, wie sie eigentlich wollte, sämtliche Grenzen zu sprengen, baute sie nur immer höhere Mauern."

Seite 213:"Sie sehnt sich danach, dass jemand kommt."

Seite 220:"Und das Leben tatsächlich leben, anstatt es nur zu ertragen."

Seite 221:"In der Leere fühlt sie sich geborgen.."

Seite 221:"Sie ist eine der jüngsten Patientinnen, dennoch kann sie die meisten tiefen Narben aufweisen."

Seite 221:"Draußen muss sie mutig sein und stark, hier kann sie feige und schwach sein, ein klägliches Wrack."

Seite 230:"Wie ein Vogel schwebt sie über dem schwarzen Feld mit den roten Blumen.[...]Es ist ein Traum, aber sie weiß, dass Träume mehr über die Wirklichkeit aussagen können als die schwachen Stunden.[...]..der Wind streicht ihr übers Haar, wagt es sie zu liebkosen, ohne vor ihr zurückzuscheuen.Jede einzelne Blume öffnet sich wie ein Blutstropfen und presst etwas Leben aus der toten Wüste.Die Blutstropfen wachsen, entfalten Blätter und werden zu grünen INseln inmitten der Schwärze.Bald breitet sich eine Wiese aus und die Wiese flüstert ihr zu, dass aus Asche unf Feuer auch Schönheit entstehen kann, man muss nur Geduld haben."

Seite 233:"Aber das alles war nur eine Schale, die das Schweigen und die Leere umschloss, die große Leere im tiefsten Innern, die sich immer weiterfraß."

Seite 244:"..und überlegte, ob es jemand merken würde, wenn sie die Schwimmweste ausziehen und ins Wasser gleiten würde.Wenn sie einfach vergäße, wie man schwimmt?Wenn sie im Wasser einschlafen und sinken würde?"

Seite 244:"Erwachsene hatten ein Gespür dafür, wann es bequemer war, wegzugucken."

Seite 248:"Sie dachte an die Rasierklinge in Papas Schreibtischschublade.Manchmal sei die einfachste Lösung die beste, das hatte sie oft Erwachsene sagen hören."

Seite 250:" 'Hanna?' Papas Stimme ist rau, als er sie ruft.Mama warte daheim.Sie nickt und steht auf, geht durch das Gemälde und aus dem Bild hinaus.Papa geht an ihrer einen Seite, Großvater an der andern, sie kann sich an beide anlehnen.Sie dreht sich kein einziges mal um."

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Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück (Francois Lelord)


"Sie fühlten sich nicht glücklich, und das war nicht gerade zum Lachen; einige dachten sogar daran, sich umzubringen, und Hector musste sich sehr um sie kümmern."

"Er hatte den Eindruck, diesen unglücklichen Leuten nicht helfen zu können. Selbst wenn sie gern wieder einen neuen Termin ausmachten, ihn bedrückte es immer mehr."

"Und weil er immer häufiger diese Unglücklichen ohne Unglück sah, wurde er immer müder und sogar selbst ein bisschen unglücklich."

"Da bekam er es mit der Angst zu tun, weil er sich fragte, ob diese unglücklichen Leute nicht womöglich ansteckend waren."

", und dass sie daraus geschlossen hatte, er wolle nicht mehr bei ihr bleiben, denn selbstverständlich hat kein Mensch Lust, mit jemandem zusammenzuleben, der niemals glücklich wird."

"Wenn man die Leute fragt, ob sie glücklich sind, muss man sehr aufpassen, weil man sie mit dieser Frage sehr durcheinanderbringen kann."

"Oder vielmehr war er traurig, weil er am Morgen begriffen hatte, dass er nichts begriffen hatte, denn während er nichts begriffen hatte, war er alles andere als traurig gewesen, wenn Sie mir folgen können."

"Hector sagte sich, dass ihn Édouard ein bisschen an Freunde erinnerte, die sehr gut Ski fahren können. Eines Tages nehmen sie uns ganz nach oben auf eine sehr schwierige Piste mit und sageb, dass wir uns bestimmt unglaublich amüsieren werden, wenn wir ihnen folgen. Sie haben uns dorthin geführt weil sie als gute Skifahrer selbst eine so schwierige Piste hinabsausen möchten. Wir aber amüsieren uns überhaupt nicht, wir haben Angst, wir stürzen, wir möchten, dass das alles schnell vorüber ist, aber wir müssen natürlich die ganze Piste hinab und fühlen uns sehr unglücklich, während unsere Freunde, diese Blödmänner, wild über die Buckel rasen und dabei Freudensschreie ausstoßen."

"Der alte Mönch meinte: 'Der erste große Irrtum ist zu glauben, Glück wäre das Ziel!' Und er begann wieder zu lachen"

", und er sagte sich, dass die Welt entweder ein höchst wunderbarer Ort war oder ein zutiefst schrecklicher, das war wirklich schwer zu enscheiden."

"Das hatte Hector schon geahnt, aber wenn man etwas ahnt, ist es nicht dasselbe, als wenn man es sicher weiß"

"Hector hatte sich in Ying Lis Emotionen verliebt, und so etwas geht ganz, ganz tief."

"Denn es gibt im Leben große Unglücke, nach denen die Psychiatrie zwar ein bisschen helfen, aber die Leute nicht wieder gesund machen kann."

"Das ist also eine Sache, die alle Kinder wissen müssen, wenn sie überleben wollen: Zu einem lächelnden Kind ist man freundlicher."

"Aber wie wir schon gesagt haben, sind Wissen und Fühlen zweierlei DInge, und was wirklich zählt, ist das Gefühl."

"All das erklärt vielleicht, warum Hector in seinem kleinen Kabuff, wo es nach toter Ratte roch, keine so große Angst vor dem Tod hatte. Denn wenn sie häufig an eine Sache denken, macht sie Ihnen immer weniger angst."

"(Passen Sie gut auf, wenn die Leute Ihnen verkünden, sie wollten das Paradies auf Erden schaffen - was sie bringen, wird fast immer die Hölle sein.)"

"Man interessiert sich sehr für Luftverschmutzung, aber nicht für die geistige Verschmutzung der Kinder."

"Und mit Emotionen ist es wie mit Farben, sie lassen sich schwer erklären."

"Und genau das brachte ihn auf eine Idee. Ob es diesem Eichhörnchen wohl bewusst war, welches Glück es hatte, hier zu leben? Oder brachte es seine Zeit womöglich damit zu, sich zu fragen, ob es woanders nicht besser wäre, oder sich zu sagen, dass es nicht das Leben führte, welches es verdient hatte?"

"Im Prinzip war es mit der Begabung fürs Glücklichsein ein bisschen so, als wenn man stark in Kopfrechnen war oder gut in Sport: Es ging teilweise davon ab, wie Ihr Gehirn bei der Geburt aussah und sogar schon früher, aber auch davon, wie Ihre Eltern oder andere erwachsene Leute sich um Sie gekümmert hatten, als Sie klein waren. Und dann kam es natürlich darauf an, wie man sich hinterher selbst angestrengt hatte und wem man begegnet war."

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Der kleine Prinz (Antoine de Saint-Exupéry)


(Anfang kommt irgendwann noch)
" 'Du weißt doch, wenn man recht traurig ist, liebt man Sonnenuntergänge...'
'Am Tage mit den dreiundvierzig Mal warst du also besonders traurig?' Aber der kleine Prinz antwortete nicht."

"Ich wusste nicht, wie ich zu ihm gelangen, wo ich ihn erreichen konnte ... Es ist so geheimnisvoll, das Land der Tränen."

" 'Ich bin dumm gewesen', sagte sie endlich zu ihm.
'Ich bitte dich um Verzeihung. Versuche, glücklich zu sein.' "

" 'Aber ja, ich liebe dich', sagte die Blume. 'Du hast nichts davon gewusst. Das ist meine Schuld.' "

" 'Zieh es nicht so in die Länge, das ist ärgerlich. Du hast dich entschlossen zu reisen. So geh!'
Denn die wollte nicht, dass er sie weinen sähe. Es war eine so stolze Blume."

" 'Du wirst also über dich selbst richten', antwortete ihm der König. 'Das ist das Schwerste. Es ist viel schwerer, sich selbst zu verurteilen, als über andere zu richten. Wenn es dir gelingt, über dich selbst gut zu Gericht zu sitzen, dann bist du ein wirklicher Weiser."

"Er stieß einen Sufzer des Bedauerns aus und sagte sich noch: Der ist der Einzige, den ich zu meinem Freund hätte machen können. Aber sein Planet ist wirklich zu klein. Es ist kein Platz für zwei..."

" 'Ich frage mich', sagte er, 'ob die Sterne leuchten, damit jeder eines Tages den seinen wiederfinden kann. Schau meinen Planeten an. Er steht gerade über uns ... Aber wie weit ist er fort!' "

" 'Wo sind die Menschen?', fuhr der kleine Prinz endlich fort. 'Man ist ein bisschen einsam in der Wüste...'
'Man ist auch bei den Menschen einsam', sagte die Schlange."

" 'Es fehlen ihnen [Menschen] die Wurzeln, das ist sehr übel für sie.'

"Und er fühlte sich sehr unglücklich. Seine Blume hatte ihm erzählt, dass sie auf der ganzen Welt die einzig in ihrer Art sei. Und siehe!, da waren fünftausend davon, alle gleich, in einem einzigen Garten!"

"Dann sagte er sich noch: Ich glaubte, ich sei reich durch eine einzigartige Blume, und ich besitze nur eine gewöhnliche Rose. Sie und meine drei Vulkane, die mir bis ans Knie reichen und von denen einer vielleicht für immer erloschen ist, das macht aus mir keinen sehr großen Prinzen ... Und er warf sich ins Gras und weinte."

" 'Aber wenn du mich zähmst, wird mein Leben voller Sonne sein. Ich werde den Klang deines Schrittes kennen, der sich von allen anderen unterscheidet. Die anderen Schritte jagen mich unter die Erde. Der deine wird mich wie Musik aus dem Bau locken. Und dann schau! Du siehst da drüben die Weizenfelder? Ich esse kein Brot. Für mich ist der Weizen zwecklos. Die Weizenfelder erinnern mich an nichts. Und das ist traurig. Aber du hast weizenblondes Haar. Oh, es wird wunderbar sein, wenn du mich einmal gezähmt hast! Das Gold der Weizenfelder wird mich an dich erinnern. Und ich werde das Rauschen des Windes im Getreide lieb gewinnen.'
Der Fuchs verstummte und schaute den kleinen Prinzen lange an.
'Bitte ... zähme mich!', sagte er."

" 'Die Menschen haen keine Zeit mehr, irgendetwas kennen zu lernen. Sie kaufen sich alles fertig in Geschäften. Aber da es keine Kaufläden für Freunde gibt, haben die Leute keine Freunde mehr. Wenn du einen Freund willst, so zähme mich!' "

" 'Die Sprache ist die Quelle der Missverständnisse.' "

" 'Es wäre besser gewesen, du wärst zur selben Stunde wiedergekommen.', sagte der Fuchs. 'Wenn du zum Beispiel um vier Uhr nachmittags kommst, kann ich um drei Uhr anfangen, glücklich zu sein. Je mehr die Zeit vergeht, umso glücklicher werde ich mich fühlen. Um vier Uhr werde ich mich schon aufregen und beunruhigen; ich werde erfahren, wie teuer das Glück ist.' "

"Dann fügte er hinzu: 'Geh die Rosen wieder anschauen. Du wirst begreifen, dass die deine einzig ist in der Welt. Du wirst wiederkommen und mir adieu sagen, und ich werde dir ein Geheimnis schenken.' "

"Und er kam zum Fuchs zurück.
'Adieu', sagte er ...
'Adieu', sagte der Fuchs. 'Hier ist mein Geheimnis. Es ist ganz einfach: Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.' "

" 'Waren sie nicht zufrieden dort, wo sie waren?'
'Man ist nie zufrieden dort, wo man ist', sagte der Weichensteller."

"Ich schloss ihn fest in die Arme wie ein kleines Kind, und doch schien es mir, als stürzte er senkrecht in einen Abgrund, ohne dass ich imstande war, ihn zurückzuhalten ..."

"Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust, wird es dir sein, als lachten alle Sterne, weil ich auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache. Du allein wirst Sterne haben, die lachen können!'
Und er lachte wieder."


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Zwischen Himmel und Liebe (Cecelia Ahern)


Sie blieb allein, weil Liebe eines jener Gefühle war, die man nicht kontrollieren konnte. Und sie brauchte Kontrolle. Sie hatte geliebt und war geliebt worden, sie hatte erlebt, wie es war, zu träumen und auf Wolken zu tanzen. Sie hatte auch erfahren, wie es war, wenn man mit einem dumpfen Schlag unsanft wieder auf der Erde landete. Und so hatte sie auch gelernt, nie mehr die Kontrolle über ihre Gefühle aufzugeben.

Ein Haus war zum Glück etwas ganz anderes, als ein Herz, das die Menschen zu sich einlud, ohne vorher um Erlaubnis zu fragen, das ihnen ein besonderes Plätzchen einräumte, ob man wollte oder nicht, und das sich auch noch nach ihnen sehnte, wenn sie nicht da waren.

Elizabeths Unterlippe zitterte. An diesem Tag würde es keine Törtchen und keinen Kuchen geben. Die in die Wolken schwebenden rosa Luftballons blieben nur ein Traum. Und so lernte sie, dass Träume, Wünsche und Phantasien zu weiter nichts gut waren, als ihr das Herz zu brechen.

Das Wichtigste ist nicht, wie wir aussehen, sondern welche Rolle wir im Leben unserer besten Freunde spielen. Freunde suchen sich bestimmte Freunde aus, weil sie mit ihnen in einer bestimmten Zeit ihres Lebens zusammensein möchten, nicht weil sie die korrekte Körpergröße, das richtige Alter und die angemessene Haarfarbe haben.

Und jeder, der jemals so eine Verbindung mit jemandem gehabt hat, und sei es auch nur für fünf Minuten, der weiß, wie wichtig so etwas ist. Auf einmal hatte ich nicht mehr das Gefühl, dass ich in einer anderen Welt als alle anderen lebte, sondern ich spürte, dass es eine Person gab, eine Person, die ich mochte und respektierte, die einen Teil meines Herzens besaß und die genauso empfand. [...] Ich fühlte mich nicht so allein wie sonst. Und noch besser - ich fühlte mich, als schwebte ich.

"Sie haben Recht, ich habe keinen gesunden Menschenverstand. Ich möchte nicht das Gleiche glauben, was alle anderen glauben. Ich habe meine eigenen Gedanken, die mir niemand eingetrichtert hat und die ich in keinem Buch gelesen habe. Ich lerne aus Erfahrung. Aber Sie, Sie haben Angst, Erfahrungen zu machen, und deshalb werden Sie immer Ihren so genannten gesunden Menschenverstand haben und sonst nichts."
Elizabeth sah aus dem Fenster und zählte innerlich bis zehn, um nicht zu platzen.

"Wissen Sie, Elizabeth, der Löwenzahn ist auch als Liebespflanze bekannt. Manche sagen, wenn man die Schirmchen in den Wind bläst, trägt er Ihre Liebe zu dem, den sie lieben."

Aber sie ahnte, dass sie einander sehr ähnlich waren. Zwei einsame Menschen, die wie Löwenzahnschirmchen im Wind trieben, jeder mit den Wünschen des anderen im Gepäck.

Ich überlegte mir, was sie wohl denken, fühlen, tun oder sagen würde, wenn sie in diesem Moment bei mir wäre. Das sind alles Sachen, die passieren, wenn du jemandem ein Stück deines Herzens geschenkt hast; der oder die Betreffende beansprucht dann eine ordentliche Portion deiner Gedanken ganz für sich allein.

Elizabeth starrte auf die kahle Wand, die übersät war mit getrockneten Mörtelflecken. Mit einem tiefen Seufzer gestand sie sich ein, dass sie sich absolut ratlos fühlte.

Seine Gegenwart war zu schön, um wahr zu sein, jeder mit ihm verbrachte Augenblick hatte etwas Magisches, so sehr, dass sie den Verdacht nicht los wurde, ihre Beziehung würde nicht von Dauer sein. Gute Gefühle hatten sich bei ihr nie sonderlich lange gehalten, und keiner der Menschen, die ihr das Leben verschönert hatten, waren bei ihr geblieben. Wenn sie auf ihre bisherigen Erfahrungen zurückblickte, bekam sie solche Angst vor dem Ende der wundervollen Zeit, dass sie instinktiv anfing, auf den Tag zu warten, an dem sie Ivan verlieren würde.

"Sterne sind wie Menschen, Elizabeth. Nur weil sie alle am gleichen Punkt anzufangen scheinen, heißt das noch lange nicht, dass es wirklich so ist. [...] Sich in unterschiedliche Richtungen zu bewegen, liegt in der Natur jedes Lebewesens und überhaupt all dessen, was existiert."

"Warum lässt du alle Träume meiner Mutter wahr werden?", fragte sie und fahndete in seinem Gesicht nach der Antwort.
"Damit du nicht auf der Suche nach ihnen davonläufst, wie deine Mutter es getan hat", antwortete er und nahm ihre Hand.

Aber je mehr sie sich zu ihm hingezogen fühlte, desto mehr schien er sich vor ihr zurückzuziehen.

Elizabeth hatte den Eindruck, dass er gar nicht wusste, wo sein Zuhause war, oder wenn doch, dann kannte er den Weg dorthin nicht. Sie wusste, wie sich das anfühlte.

Wenn man ein Glas oder einen Teller fallen lässt, dann entsteht ein lautes, schepperndes Geräusch. Wenn ein Fenster zerbricht, ein Tischbein zersplittert oder ein Bild von der Wand stürzt, kann man es hören. Aber wenn das Herz bricht, geschieht es vollkommen lautlos. Eigentlich würde man denken, weil es so wichtig, so schwerwiegend ist, macht es einen Mordskrach, oder es erklingt vielleicht eine Art zeremonieller Ton, ein symbolischer Gong, eine Glocke. Aber es passiert lautlos, obwohl man sich beinahe wünscht, da wäre ein Laut, der einen von dem Schmerz ablenkt.

Mindestens zweimal im Jahr treffen wir einen ganz besonderen Menschen, der unsere Tage und Nächte und all unsere Gedanken in Anspruch nimmt, und jedes Mal, mit jedem dieser Menschen müssen wir erneut die Erfahrung durchmachen, dass wir sie verlieren. Opal sagt uns immer gern, dass es eigentlich kein Verlust ist, sondern ein Weitergehen. Aber ich konnte nur sehen, dass ich dabei war, Elizabeth zu verlieren. Ohne, dass ich etwas dagegen tun, ohne dass ich sie dazu bringen konnte, mich festzuhalten, mich weiter wahrzunehmen. Ich musste hilflos zuschauen, wie sie mir entglitt.

ich hatte weiter nichts getan, als den Samen der Hoffnung zu säen, und sie allein konnte ihn zum Wachsen bringen.

Das Leben besteht aus Begegnungen und Trennungen. Jeden Tag treten Menschen in dein lebe, du sagst ihnen Guten Morgen, du sagst ihnen Guten Abend, und manche bleiben ein paar Minuten, andere ein paar Monate. Wieder andere bleiben dein ganzes Leben. Ganz egal, wer es ist, du begegnest ihnen, und du trennst dich wieder.


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Leben auf der Grenze - Erfahrungen mit Borderline (Andreas Knuf, Hg.)

Wenn ich mich in einem Gefühlszustand befinde, habe ich keinerlei Zugriff auf anderes Erleben. Wenn ich verzweifelt bin, spüre ich nur die Verzweiflung und habe 'vergessen', dass es jemals wieder anders sein könnte. Geht es mir gut, kann ich mir nicht vorstellen, dass es mir irgendwann wieder schlecht gehen könnte.

Lange Zeit waren Leute, die nicht in Sicht- oder Hörweite waren, für mich nicht existent.

Trotzdem war ich lange nicht sehr um menschliche Nähe und Gespräche bemüht, ich wollte lediglich Menschen um mich wissen. Hinderlich, jemanden kennen zu lernen, war nämlich der Gedanke, dass sich dieser Jemand ja doch alsbald wieder von mir abwenden würde. Und erneut diese schmerzlichen Folgen ertragen ... das wollte ich nicht. Deshalb zog ich für mich den traurigen Schluß, mich gar nicht mehr auf andere einzulassen, und brachte mich so um jegliche Art von zwischenmenschlichen Beziehungen.

Es gibt jedoch tatsächlich Menschen, die sich für meine Person interessieren. Das schien und scheint mir immer noch oft einfach unverständlich. Ich frage mich, was sie wohl von mir wollen. Ich traue dem Ganzen dann nicht so recht. Aber wenn ich selbst etwas Besonderes in dieser Situation entdecke, gebe ich meistens, und zwar doch kurz bevor sie aufgeben will, etwas von mir preis. Und dann Schritt für Schritt immer ein bisschen mehr, bis sie voll und ganz in mein Leben eingebunden ist. Danach allerdings will es nicht mehr in meinen Kopf, dass sie auch noch ein Leben neben dem mit mir hat. Am liebsten hätte ich, dass sie nur noch für mich da ist. Ich habe dann das Gefühl, ohne das Verständnis, das Mitgefühl, die Aufmerksamkeit dieser Person nicht mehr leben zu können. Ich bin emotional völlig abhängig von ihr.

Binnen weniger Stunden konnte ich die Person so stark abwerten, dass ich absolut nichts mehr mit ihr zu tun haben wollte.

Schein in meiner Jugend wusste ich nicht, was meine WÜnsche bezüglich meiner beruflichen Laufbahn oder persönlicher Vorlieben waren. Ich fühlte mich nicht verbunden mit meinem Körper; es war so, als ob ich ständig neben mir stehen würde.

Langfristige Ziele habe ich nicht, vor allem bin ich nicht in der Lage etwas langfristig durchzuhalten, weil sich meine Ansichten ständig ändern. [...] Ich flattere wie ein Schmetterling von einem zum anderen. Erst bin ich Feuer und Flamme für alles, aber das schlägt nach sehr kurzer Zeit ins Gegenteil um und ich suche mir wieder etwas Neues, wobei ich dann fest davon überzeugt bin, dass dies jetzt das Richtige ist, bis es schon bald darauf nicht mehr interessant erscheint.

Ich bin es nicht wert, dass mich Menschen mögen, und doch ist die Sehnsucht danach sehr groß.

Was mir wirklich gut tat, war, dass dies ein Schmerz war, den ich kontrollieren konnte. Es stand in meiner Macht, ihn zu beenden. Setzte ich die Spitze auf meine Haut, begann der Schmerz. Und nahm ich die Spitze wieder weg, hörte auch der Schmerz auf. Das konnte ich von dem Schmerz, der in mir war, nicht behaupten.

Ich liege wach, versuche krampfhaft einzuschlafen oder wenigstens Ruhe zu finden. Das Gedankenkarussel dreht sich und ich kann es nicht beeinflussen.

Immer neu verheddere ich mich in Endlosschleifen meiner Vergangenheit, die viel eher eine Gegenwart zweiter Ordnung ist und sich weigert zu vergehen. [...] Eingepfercht in Blasen aus gestockter Zeit betreibe ich Dauerspagate zwischen Heute und Einst, sodass meine Energien fürs Morgen nicht reichen.

Seit jeher vermisse ich, kann aber nie sagen, wen oder was. [...] Es würgt mich im Hals, ohne, dass ich wüsste, warum.

Zitat aus vergessener Quelle [...]:'Ces yieux ne t'appartiennent pas; où les as-tu pris?' ('Diese Augen gehören dir nicht; woher hast du sie?')

Dass es mich gibt, ist nicht meine Schuld; dennoch werde ich das Gefühl nicht los, dass ich geboren wurde, um für fremde Sünden zu büßen.

Meine Sterblichkeit lässt mich kalt; mich empört der mir auferlegte Zwang zur Existenz..

Was mir schon am Anfang der Beziehung auffiel, waren immer diese krassen Wechsel zwischen Nähe und Distanz, Annahme und Ablehnung. Konflkte wurden nicht durch Ausdiskutieren gelöst, sondern endeten meistens damit, dass man für einige Tage oder Wochen keinen Kontakt mehr hatte. [...] Für mich bedeuteten diese Zeiten der Konflikte immer eine besondere Belastung, in der ich versuchte durch Investition von viel Energie alles wieder 'gutzumachen'.

Ich empfand in mir nur eine richtige Panik und große Angst bei solchen Situationen. Zum einen Angst, den Partner zu verlieren, zum anderen Angst davor, bei einer möglichen Selbstbestrafungsaktion der Partnerin auf einmal als Schuldiger, als Verantwortlicher und Täter dazustehen..

Ich sah ihr Handeln, ihr Verhalten, aber auch das Warum wurde nie beantwortet. Das große Vakuum in mir blieb, mit vielen fehlenden Antworten auf meine Fragen.

Ich fühlte aber auch diese Ohnmacht, dass diese Dinge außer Kontrolle gerieten und ich nicht eingreifen, nichts tun konnte, um das Unheil abzuwenden. Eine Ohnmacht, die mich noch heute verfolgt, gepaart mit dem Wissen, dass ich mich immer wieder selbst belogen habe.

In mir erzeugte ihr Verhalten letzten Endes dann nur noch Aggression und Ekel, und dies höhlte die Beziehung und meine Liebe zu ihr zunehmend aus.

In der Folgezeit entwickelte sich die Erkrankung in Wellen. Es gab Zeiten, da war fast alles 'normal', und dann gab es Exzesse, die bis hin zu Suizidversuchen gingen.

Ich habe einige Zeit gerne meine Arme mit Glasscherben zerkratzt, wenn ich sehr unglücklich war. Schmerz lenkt von Schmerz ab und ich fand das besser als Alkohol, Zigaretten oder Medikamente - all dieses Zeug, das von unserer Gesellschaft so stillschweigend akzeptiert wird. Ich wollte keine Methode, die andere akzeptieren. Ich wollte selbst akzeptiert werden, mit meinem Schmerz. Es ist schwierig, weil blutige Arme eube starke Abwehr auslösen. Die Menschen sehen weg, nicht hin. Dabei wollte ich mich mitteilen. Von dem Chaos im Kopf etwas abgeben. Es gab keine Sprache dafür.

[...]als ich heute Morgen aufgewacht bin, konnte ich schon kaum atmen vor Traurigkeit.


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Nur wer träumt, ist frei (E.W. Heine)


Unsere Phantasien trösten uns über das hinweg, was wir nicht sein können, und nser Humor über das, was wir tatsächlich sind.

"Nehmen Sie mal an, mein Kopf würde vertransplantiert", fuhr Tusnelda unbeirrt fort, "müsste dann der mit meinem Kopf ins Gefängnis oder wäre er frei? Ich meine, was von mir hat eigentlich lebenslänglich bekommen, mein Kopf oder mein Körper? Die Tat begangen habe ich mit meinen Händen, aber der Befehl kam doch wohl von hier." Er tippte sich an den Kopf.
"Oder war es doch mein Körper? Als ich hier eingeliefert wurde, wog ich hundertzwanzig Pfund. Jetzt sind es hundertsechzig. Vierzig Pfund - ein Viertel meines heutigen Körpers - sind unschuldig, denn sie waren zur Tatzeit nicht dabei."
Pause.
"Der Richter hat gesagt, ich hätte kaltblütig gehandelt. Dann wäre mein Blut mitschuldig. Darf ein Häftling mit einer Blutschuld Blut spenden der ist das bereits ein Fluchtversuch? Oder angenommen, ich kriege ein neues Herz, werde ich dann entlassen? Schließlich bin ich ja dann nicht mehr der hartherzige Bursche von früher. Vielleicht kriege ich das Herz eines unschuldigen kleinen Mädchens. Warum sollte das in einer Gefängniszelle schlagen? Oder komme ich dann ins Frauengefängnis?"

Sein Herz lag schwer wie Blei in seiner Brust und zog ihn hinab. Er verlor den Boden unter seinen Füßen und stürzte in unendliche Tiefen.

"Wir Menschen sind wie Weinflaschen. Wir brauchen Etikette mit dem Jahrgang darauf, sonst vermag man uns nicht zu klassifizieren."

Er steckte sich seine Pfeife an und fragte:"Wann wird denn ihrer Meinung nach ein Affe zum Menschen?"
"Wenn er sich als ichbezogenes Individuum erlebt und sprechen kann. Irgendein Philosoph hat einmal gesagt: Ich denke, also bin ich."
Tusnelda dachte nach, dann sagte er kopfschüttelnd:"Es ist unglaublich, wenn ein Affe in der Lage wäre zu sagen:Ich bin ein Affe!, so wäre er ein Mensch."

Seltsam wie dicht die Fronten im Leben beieinander liegen.

Eingesperrte leben von der Vergangenheit. Manchmal träumte Tusnelda von der Zukunft.

"Lebenslängliche leben mit der Hoffnung. Vorzeitige Entlassung liegt zumindest im Bereich der Möglichkeit. Der Weg ins Alterhsim ist Einbahnstraße und Sackgasse zugleich. Entlassen wird man nur als Leiche."

Der Alte brauchte seine Einsamkeit, den Jungen erstickte sie.

"Für Alte und Gebrechliche ohne Ersparnisse bekommt das Wort 'lebenslänglich' einen fast beruhigenden Klang, nach dem Motto: Wer sich selbst hilft, dem hilft Gott, und wer sich nicht selbst hilft, dem hilft der Sozialstaat."

"Wer bereit ist, auf seine Freiheit zu verzichten, ist so frei wie Gott."

"Ich träume", flüsterte Tusnelda, so als hätte er Angst, sich selber aufzuwecken.

"Träume sind der beste Teil unserer Existenz. Nur wer träumt, ist frei."
"Das glaubst du doch wohl selber nicht", entrüstete sich Herrmann. "Träume sind was für Haschraucher, Dichter und Spinner, die mit dem Leben nicht klarkommen, für Müde und Mondsüchtige."

Tusnelda fragte: "Gibt es etwas, das schlimmer ist, als angekettet oder gelähmt an einem Ort sein Leben zu verbringen? Gibt es Schlimmeres, als lebenslängliche Unfreiheit?"
"Oh, es gibt Schlimmeres", sagte der Baum.
"Und was ist das?"
"Lebenslängliche höchste Glückseligkeit. Kein Geschöpf der Erde könnte das ertragen. Es wäre die Hölle. Ich will dir etwas verraten: Wir Pflanzen haben kein Gehirn. Die Logik eures Kopfdenkens ist uns fremd. Eure Welt ist die des wachen Verstandes, aber ihr habt keine Wurzeln. Wir sind Geschöpfe der ewig träumenden Pflanzennatur.
Kennst du das Geheimnis der Weltenesche?
Nur wer träumt, ist frei. Wach sein heißt gefangen sein."

"Zeit dagegen will gelebt und verströmt werden. Wer seine Zeit richtig verschenkt, wird nicht nur Zeit los, sondern vor allem zeitlos."

"Kein Ziel haben heißt: flexibel sein, frei sein."

"Kluge Menschen zweifeln immer. Nur Idioten sind sich ihrer Sache absolut sicher."

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Filme


Ich habe den ganzen Tag an jemanden gedacht. An jemanden, der mich hasst. [...] Das Problem ist, dass ich in jemanden verliebt bin, in den ich nicht verliebt sein darf.
(Der Liebesbrief)



Trauerweide,
immer nur seh ich Deine Tränen.
Warum weinst du und runzelst die Stirn?
Ist es, weil er Dich ohne Abschied verlassen hat?
Auf Deinen Zweigen schaukelte er im Wind - sehnst du Dich nach den Tagen mit diesem Kind?
Du hast ihm immer Zuflucht gewährt
und wie oft hast du sein glückliches Lachen gehört?
Trauerweide,
hör bitte auf zu weinen,
denn Grund für Deine Angst gibt es keinen.
Du denkst der Tod hat Euch für immer entzweit,
doch in Eurem Herzen seid Ihr Eins - in Ewigkeit

(My Girl 1)



"Wenn ich den Wind nicht spüren kann..wozu sollen dann Flügel gut sein?"

"Der Raum war plötzlich so groß und ich so klein.Warum bin ich so klein?"

"Und was ist wenn ich jetzt einfach schreie?..Was wäre wenn ich jetzt schreie?"

"Vielleicht wird die Emotion so stark, dass der Körper sie nicht halten kann."

"Ich seh dich nicht, aber ich weiß, dass du da bist.Geh und richt Ihnen aus, dass ich nicht mitkomme..noch nicht!"

"Du musst dich bloß entschließen es zu tun..und dann tust du es!"

(Stadt der Engel)



"Ich bin müde.Müde immer unterwegs zu sein.Einsam und verlassen.Müde niemals einen Freund für mich zu haben, der mir sagt wohin wir gehn, woher wir kommen.
Der Schmerz auf der Welt und das viele Leid macht mich sehr müde.Es gibt zu viel davon.Es ist als wären in meinem Kopf lauter Glasscherben. Können Sie verstehn?"

"Sie meinen er infizierte Sie mit Leben?"
"Sie werden fortgehn, wie alle anderen auch und ich muss bleiben"


"Ich werde mich lange nach dem Tod sehnen, bevor er meinen Weg kreuzt.Wenn ich ehrlich bin, sehne ich mich bereits jetzt nach ihm"

"Glauben Sie, dass man einen Menschen, wenn er das, was er verbrochen hat bereut, die Chance gibt in den Momenten weiterzuleben, in denen er am glücklichsten war? So wärs doch im Himmel, oder?"
(The Green Mile)



"Ich bin mir selbst immer im Weg, ob ich will oder nicht.Deshalb werde ich auch nicht mehr froh"
(Alice im Wunderland)



"Das Gift brannte noch in der Wunde und die Wunde wollte nicht heilen"
(Lolita)



"Du kannst die Toten begraben, doch du kannst sie nicht zum schweigen bringen"
(Gothika)



"Kenai, die Liebe ist das Wertvollste!"
(Bärenbrüder)



"Sie war nicht immer so...früher war sie glücklich."

"Beide, meine Frau und meine Tochter, halten mich für einen Verlierer..und sie haben Recht. Ich habe etwas verloren. Ich bin mir nicht sicher was, aber ich weiß, ich habe mich nicht immer so gefühlt...so betäubt."

"So was Merkwürdiges: ich fühle mich, als hätte ich 20 Jahre im Koma gelegen und würde gerade erst aufwachen."

"Es ist was ganz tolles. wenn man die Fähigkeit besitzt sich selbst zu überraschen."

"Es gibt so viel Schönes auf der Welt, dass ich es manchmal nicht ertragen kann alles auf einmal zu sehen und mein Herz droht dann daran zu zerbrechen."

"~ Sie halten mich nicht für gewöhnlich?
- Du könntest nicht gewöhnlich sein, selbst wenn du es versuchen würdest"
(American Beauty)



"~Nur damit du's weißt..ich hab das nicht gemacht, um mich ins Jenseits zu befördern
-Schon gut
~Ich mach das nur manchmal...
-Tut das nicht weh?
~Ach..das fühlt sich besser an als..
-Als was?
~Als alles andere"

"Auch Nervensägen brauchen jemanden, der sich um sie kümmert."
(28 Tage)



"Ich will, dass du vor Glück zerspringst, oder zumindest offen bist dafür."

"So ist das nunmal zwischen Männern und Frauen...nichts hält ewig.."
(hab vergessen aus welchem Film..)



"Haben Sie schon mal einen Traum mit dem Leben verwechselt?"

"Mir fällt es wahnsinnig schwer an einem Ort zu bleiben.."

"Du verletzt dein Äußeres, um in Wahrheit dein Inneres zu töten."

"Wie soll ich denn jemals gesund werden, wenn ich noch nicht mal meine Krankheit verstehe?"

"Wenn man nicht bereit ist etwas zu fühlen, kann einem der Traum wie ein Tod vorkommen."

"..Ich weiß nur, dass ich anfing wieder Empfindungen zu haben."

"Denn wenn etwas nicht da ist, dann kann es natürlich nicht gefunden werden"

"Du bist tot, Lisa…dein Herz ist kalt!"

"War ich wirklich verrückt? Mag sein. Vielleicht ist aber auch das Leben verrückt."
(Durchgeknallt - Girl, Interrupted)

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Lieder

I'm free to be whatever I
Whatever I choose
And I'll sing the blues if I want
I'm free to say whatever I
Whatever I like
If it's wrong or right it's alright
....

(oasis - whatever)


Ich seh uns beide, du bist längst zu schwer
Für meine Arme, aber ich geb dich nicht her
Ich weiß, deine Monster sind genau wie meine
Und mit denen bleibt man besser nicht alleine
Und ich weiß, ich weiß, ich weiß und frage nicht
Halt dich bei mir fest, steig auf, ich trage dich

Ich werde riesengroß für dich
Ein Elefant für dich
Ich trag dich meilenweiter
Über’s Land
Und ich

trag dich so weit wie ich kann
Ich trag dich so weit wie ich kann
Und am Ende des Wegs, wenn ich muss
Trage ich dich
Trag ich dich über den Fluss


(Wir sind Helden - Ein ELefant für dich)


Dry your eyes mate
I know you want to make her see how much this pain hurts
But you've got to walk away now
It's over


(The Streets - dry your eyes)



Stand and fight
Live by your heart
Always one more try
I'm not afraid to die
Stand and fight
Say what you feel
Born with a heart of steel


(Manowar - heart of steel)


i've
become so numb
i can't feel you there
become so tired
so much more aware
i'm becoming this
all i want to do
is be more like me
and be less like you


(Linkin Park - numb)

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